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LAG Köln: Arbeitnehmer muss Büroschlüssel zurückbringen

Muss ein Arbeitnehmer, nachdem das Arbeitsverhältnis geendet hat, den Schlüssel zu seinem Büro persönlich bei seinem ehemaligen Arbeitgeber abgeben? Oder reicht es aus, diesen per Post zu verschicken? Trifft gar den Arbeitgeber die Pflicht, sich den Schlüssel abzuholen?

Nach einem aktuellen Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln vom 10.08.2017 (Az. 7 Sa 1073/16), muss ein Arbeitnehmer seinen Büroschlüssel nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei dem Betrieb, in dem er tätig war, abgeben. Es handelt sich daher um eine sogenannte "Bringschuld" und nicht um eine "Holschuld".

Hintergrund des Falls war, dass eine Arbeitnehmerin den Schlüssel zu den Büroräumen nach der Kündigung per Einschreiben an Ihren ehemaligen Arbeitgeber übersandte. Das Einschreiben kam bei dem Arbeitgeber jedoch beschädigt an und der Schlüssel fehlte. Der Arbeitgeber forderte von seiner ehemaligen Mitarbeiterin nun Schadensersatz für den Austausch der Schließanlage.

Hierzu das LAG Köln:

"Die Pflicht des Arbeitnehmers, einem ihm vom Arbeitgeber überlassenen Schlüssel zu den Betriebsräumen zurückzugeben, ist an der Betriebsstätte zu erfüllen. Es handelt sich um eine sog. Bringschuld".