Fachanwalt für Arbeitsrecht

Arbeitsrecht

Arbeitsunfall

Ihre Unfall-versicherung zahlt nicht?

Häufige Probleme nach Arbeitsunfällen.

Ihre Unterstützung nach einem Arbeitsunfall

Nach einem Arbeitsunfall sollten sich Geschädigte vor allem um ihre Gesundheit kümmern, nicht um ihre private Unfallversicherung oder die Berufsgenossenschaft. Doch in vielen Fällen wird die Unfallregulierung erschwert oder gar völlig abgelehnt: Entweder soll es sich um keinen Unfall im versicherungsrechtlichen Sinne handeln oder die Geschädigten hätten den Unfall vorsätzlich oder grob fahrlässig selbst verursacht.

 

PRIVATE UNFALLVERSICHERUNG BEHAUPTET: “DAS WAR KEIN UNFALL”.

Wenden sich Unfallopfer oder deren Angehörige nach einem Arbeitsunfall an die Unfallversicherung, versprechen die sich eigentlich schnelle Hilfe. Sehr häufig stehen schließlich hohe fünf- oder gar sechsstellige Geldbeträge im Raum, die ausgezahlt werden sollen. Tatsächlich lehnen viele Unfallversicherungen die Ansprüche nach einer Schilderung des Sachverhalts oder einer Überprüfung der ärztlichen Unterlagen ab. Ein sehr häufiges Argument in diesem Falle ist dann, es liege gar kein Unfall im versicherungsrechtlichen Sinne vor.

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.
— Die Definition eines Unfalls in § 178 Abs. 2 Satz 1 VVG

Hierbei handelt es sich um eine - vermeintlich - recht einfache Methode, wie sich Versicherungsunternehmen aus der Haftung nehmen können. Mit der richtigen Argumentation kann man den Versicherern schnell klar machen, dass es sich bei dem erlittenen Arbeitsunfall tatsächlich um einen Unfall im versicherungsrechtlichen Sinne (siehe § 178 Absatz 2 Satz 1 VVG) handelte und die Versicherung somit die zugesagt Invaliditätssumme zahlen muss.

 

“Es liegt keine Dauerhafte invalidität vor”

Meist muss beim Versicherten innerhalb von 12 Monaten eine dauerhafte Invalidität gegeben sein; innerhalb von 15 Monaten (dies variiert je nach Versicherungsunternehmen) muss die Invalidität gegenüber der Versicherung angezeigt werden. Dies erfolgt durch eine sogenannte Invaliditätsbescheinigung, in welcher ein Arzt bestätigt, dass die Verletzungen und gesundheitlichen Probleme des Versicherten von dem Unfall herrühren und voraussichtlich auf Dauer bestehen werden. Ein Invaliditätsgrad muss an dieser Stelle noch nicht angegeben werden.

Versicherungen lehnen eine Zahlung häufig mit dem Argument ab, es bestehe gar keine dauerhafte Invalidität. Die Verletzungsfolgen stammen entweder gar nicht vollständig aus dem Unfall oder sie sind nur von kurzer, vorübergehender Dauer.

ärztliches Gutachten der Versicherung

Stets Vorsicht ist geboten bei Privatgutachten, die im Auftrag des jeweiligen Versicherungsunternehmens erstellt wurden. Selbst wenn die Gutachten über die Verletzungsfolgen des Unfalls häufig von renommierten Ärzten und Kliniken erstellt werden, halten diese einer gerichtlichen Überprüfen oft nicht stand. Die Versicherungsunternehmen haben selbstverständlich ein Interesse daran, die Unfallfolgen möglichst klein zu halten und herunterzuspielen, um die auszuzahlende Invaliditätssumme so gering wie möglich zu beziffern.

 

Sie oder ein Angehöriger haben einen Arbeitsunfall erlitten und benötigen anwaltliche Hilfe? Häufig bietet es sich an, bereits direkt nach dem Unfall einen spezialisierten Rechtsanwalt zu beauftragen. Kontakieren Sie mich gerne für eine kostenlose Ersteinschätzung!