Rechtsanwalt für Arbeitsrecht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Arbeitsrecht

Psychische Belastung

Psychische Belastung am Arbeitsplatz

In den vergangenen Jahren sind die Fälle psychischer Gesundheitsgefährdung von Arbeitnehmern an ihrem Arbeitsplatz - etwa wegen Überlastung - extrem angestiegen. Arbeitgeber sind jedoch unter anderem durch das Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, psychischen Belastungssituationen am Arbeitsplatz vorzubeugen und diese ggf. abzustellen.

Ich berate sowohl Arbeitnehmer, wie sie auf derartige Situationen am besten reagieren, um keine finanziellen Nachteile zu erleiden, aber auch Arbeitgeber, wie sie präventiv Belastungssituationen vorbeugen bzw. hierauf reagieren, wenn ihre Mitarbeiter hiervon berichten.


Typische psychische Fehlbelastungen

Nach meinen Erfahrungen kann man die typischen psychischen Belastungen in folgende Kategorien einteilen:

  • Belastungen in Zusammenhang mit der konkreten Arbeitstätigkeit (z.B. zu hohe Verantwortung des Mitarbeiters, aber gleichzeitig zu geringer Einfluss, um etwas zu ändern; fehlende Anerkennung der Arbeit durch den Vorgesetzten; widersprüchliche oder fehlende Anweisungen des Vorgesetzten).

  • Belastungen in Zusammenhang mit der Arbeitsorganisation (z.B. häufiger Zeitdruck; viele Termine; zu lange Arbeitszeiten; Personalmangel).

  • Belastungen durch das Arbeitsklima (z.B. Mobbing und/oder Bossing; schlechtes Verhalten des Vorgesetzten oder von Kollegen).

  • Belastungen durch die Arbeitsbedingungen (z.B. Lärm; schlechte Beleuchtung; Hitze im Büro; räumliche Enge).


Mittel und Wege gegen psychische Fehlbelastungen

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts muss ein Arbeitnehmer nur unter angemessener Ausschöpfung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit arbeiten. Psychische Fehlbelastungen gehören in den Zurechnungsbereich des Arbeitgebers.

Gegen psychische Fehlbelastungen kann sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich vorgegangen werden. Teilweise bietet es sich auch an, einen anwaltlich vorbereiteten Schriftsatz in eigenem Namen einzureichen.

Möglichkeiten um zunächst Abhilfe zu verlangen sind beispielsweise

  • eine sogenannte formelle Überlastungsanzeige sowie

  • eine Aufforderung zur Durchführung einer sogenannten Gefährdungsbeurteilung.

Gerne berate ich Sie jedoch auch, unter welchen Umständen Sie krankheitsbedingt von der Arbeit fern bleiben können und was Sie bei einer Eigenkündigung dringend beachten müssen.